Angebotsoffensive erfolgreich: Hamburgs Kundenzentren überzeugen mit starkem Ergebnis

Die Hamburger Finanzbehörde hat die Ergebnisse der Kundenbefragung 2019 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 97 Prozent der befragten Hamburgerinnen und Hamburger mit der Arbeit der Kundenzentren zufrieden sind – 78 Prozent davon sogar „sehr zufrieden“. Dieser Wert lag 2009 lediglich bei 20 Prozent. Zudem bezeichneten 85 Prozent der Befragten die Lebensqualität in Hamburg als „sehr gut“ bis „eher gut“.

97 Prozent mit der Arbeit im Kundenzentrum zufriedene Hamburgerinnen und Hamburger sind ein herausragender Wert. Die Stadt Hamburg hat in den letzten Jahren unter anderem mit unserer Angebotsoffensive viele Verbesserungen gerade im Bereich der Öffnungs- und Wartezeiten sowie bei der Terminvereinbarung erreichen können. Die Befragung zeigt jetzt, dass diese Verbesserungen im Kundenzentrum sehr deutlich wahrgenommen werden und bei den Bürgerinnen und Bürgern auch ankommen. Der ausdrückliche Dank gilt allen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dank ihres engagierten Einsatzes ist die Situation in Hamburgs Kundenzentren heute deutlich besser als noch vor zehn Jahren.

Eine Chance für Langzeitarbeitslose: Hamburgs neuer Sozialer Arbeitsmarkt

Die Hamburger Arbeitsmarktförderung des Jobcenters hat im Jahr 2019 rund 36 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Im Sozialausschuss hat der Senat über den Umsetzungsstand beim Neuen Sozialen Arbeitsmarkt in Hamburg berichtet. Allein über die neu eingeführten Förderungen nach §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsmarkt) konnten bis heute 329 Langezeitarbeitslose in Arbeit gebracht werden.

Die SPD in Hamburg hat lange dafür gestritten, dass es Angebote für Menschen geben muss, die trotz guter Konjunktur am Arbeitsmarkt nicht in Arbeit kommen. Gerade in Großstädten ist diese Gruppe immer noch zu groß. Mit den neuen gesetzlichen Instrumenten können diese Menschen in sozialversicherungspflichtige und sinnvolle Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Die häufig kritisierten Punkte wie etwa der Wettbewerbsneutralität entfallen. Wenn es eine Tarifbindung gibt, wird Tariflohn gezahlt. Auch das war besonders wichtig. Der neue soziale Arbeitsmarkt ist ein Gewinn für Hamburg. Die sozialen Projekte der Beschäftigungsträger in den Stadtteilen werden ergänzend von der Stadt allein in diesem Jahr mit 800.000 Euro unterstützt. Eine Förderung ist auch für das Jahr 2020 gesichert.

Hintergrund
Der neue Soziale Arbeitsmarkt basiert auf neuen gesetzlichen Förderinstrumenten für Langzeitarbeitslose im SGB II (§§16 (e) und 16(i)), auf die sich SPD und CDU/CSU im Koalitionsvertrag auf Bundesebene geeinigt hatten. Dafür sowie für weitere Maßnahmen stehen vier Milliarden Euro zur Verfügung. Das einschlägige Teilhabechancengesetz trat zum Jahresbeginn 2019 in Kraft. Die Hamburger Arbeitsmarktförderung des Jobcenters hat 2019 rund 17 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Allein über §16i SGB II sind mit 329 Plätzen bereits zur Jahreshälfte mehr als 50 Prozent der geplanten Förderungen realisiert. Das sind auch deutlich mehr als im Vorprogramm „Soziale Teilhabe“ (291). 70 weitere Anträge liegen bereits vor. 130 auf fünf Jahre geförderte Arbeitsverhältnisse für Langzeitarbeitslose sind auf diese Weise bei 48 privaten oder öffentlichen Unternehmen entstanden. Neun soziale Träger wurden ebenfalls berücksichtigt.

Weitere Informationen
https://www.team-arbeit-hamburg.de/site/teilhabe/

Sommercamps für Kinder und Jugendliche: Ferienwochen fördern Spaß an Technik

Hamburg, 25. Juni 2019 – In der ersten und letzten Woche der Hamburger Sommerferien erhalten Kinder und Jugendliche Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Luftfahrt, Erneuerbare Energien, Schleusenbau, Technomathematik und deren Berufe. Die Kosten für die Sommercamps betragen zwischen 30 und 60 Euro- unter www.faszination-fuer-technik.de können noch freie Plätze gebucht werden

Was erwartet die Jugendlichen in der ersten Woche der Hamburger Sommerferien?

Morgens und nachmittags steht eine Mischung aus Vorlesungen, Workshops und Unternehmensbesichtigungen auf dem Programm. Bei dem Sommercamp Fliegen bearbeiten die Jugendlichen an drei Tagen an der HAW Hamburg von 9 bis 16 Uhr unterschiedliche Themen wie Aerodynamik im Windkanal, Elektrotechnik in der Flugzeugkabine und starke Triebwerke für schnelle Flugzeuge. An den beiden anderen Tagen bekommen sie bei Airbus, Hamburg Airport, Heinkel Group und Lufthansa Technik einen praktischen Einblick in die Bereiche Flugzeugüberholung und -produktion. Sie sehen, welche unsichtbaren aber wichtigen Komponenten im Flugzeug verbaut werden, sehen Flugzeuge von innen, wenden 3D Druck an, werden von Auszubildenden begleitet, können in Lehrwerkstätten selber Hand anlegen und erfahren alles über umwelttechnische Berufe am Hamburg Airport auf einer Umwelttour. Der Freitagnachmittag steht dann ganz im Zeichen von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Das Sommercamp endet am Sonnabend und Sonntag mit einem Fliegerlehrgang beim Segelflug-Club Fischbek.

Bei dem Sommercamp Erneuerbare Energien bearbeiten die Jugendlichen an drei Tagen an der HAW Hamburg Themen wie Photovoltaik, Leistung und Energie von Wechselstromverbrauchern, wie Windenergie funktioniert und bekommen einen Einblick in den Energiecampus Hamburg Bergedorf. An den beiden anderen Tagen erhalten sie am Informationszentrum Energieberg und in den Unternehmen Shell, enercity Contracting und Vattenfall weitere Informationen, welche erneuerbaren Energieformen in Zukunft zur Verfügung stehen. Dazu besuchen sie das Kraftwerk Wedel und erfahren auf dem Energieberg etwas über Deponienachsorge, Klimawandel, erneuerbare Energien sowie Abfallwirtschaft und Recyclingmethoden. Weitere Punkte auf dem Programm sind Besichtigungen: der Energiezentrale Oberhafen mit einem Blockheizkraftwerk, der Erdgaskesselanlage, eines Pufferspeichers mit Wasserinhalt, einer Umspannstation für die Stromeinspeisung sowie einer Schornsteinanlage. Der Freitagnachmittag steht dann im Zeichen von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Bei dem Technomathematikcamp schauen sich die Jugendlichen an der TU Hamburg zum einen verschiedene Knobelaufgaben und Optimierungsprobleme aus einem mathematischen Blickwinkel an- und lösen sie. Zum anderen wird erklärt, was genau mathematische Funktionen sind, wo in der Welt sie angetroffen werden, und wie man diese auf Computern in Funktionsprogramme umsetzt und damit Weltteile simulieren kann.

Was erwartet die Kinder?

Beim Sommercamp Schleusenbau im Hafenmuseum Hamburg bauen die Kinder vom 29. Juli bis 2. August eine mindestens 10m lange Wasserstraße auf dem Außengelände des Hafenmuseums Hamburg. Dabei setzen sie Schleusen zur Regulierung des Wasserstandes ein und entdecken spielerisch deren Funktion. Zum Schluss wird die Wasserstraße bewässert und Waren mit selbstgebauten Binnenschiffen in den Hamburger Hafen befördert. Eine Barkassenfahrt durch den Hafen ist ebenso geplant wie der Besuch einer Schleuse oder das Treffen mit einem Schleusen-Experten.

Über den Faszination Technik Klub
Im Faszination Technik Klub werden Veranstaltungen rund um das Thema Technik für die Altersgruppen 8-12 und 13 plus von Unternehmen, Hochschulen, Verbänden, Behörden und Vereinen der Metropolregion Hamburg angeboten. Der Nachwuchs soll dort für Technik begeistert, ein Informationsportal zu technischen Themen geboten und Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten dargestellt werden.

Schritt für Schritt zum Hamburg-Takt: Investitionen in Hamburgs gute Zukunft

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat heute die nächste Angebotsoffensive mit zahlreichen Leistungserweiterungen für Bus und Bahn bekannt gegeben. Das erweiterte HVV-Angebot wird zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2019 sowie im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten und ist ein weiterer wichtiger Schritt zum Hamburg-Takt, den die SPD bis zum Jahr 2029 etablieren will. Dieser sieht vor, dass von jedem Ort in der Stadt ein geeignetes Verkehrsmittel innerhalb von fünf Minuten erreicht werden kann. Bereits im Dezember 2018 konnte mit längeren Zügen, Taktverdichtungen und neuen MetroBus-Linien die Attraktivität des ÖPNV erheblich gesteigert werden.

Großstädte müssen ein exzellentes Verkehrsnetz bereitstellen, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen. Deshalb ist es unser erklärtes Ziel, dass bis 2029 alle Menschen in Hamburg innerhalb von fünf Minuten von jedem Ort der Stadt aus ein geeignetes Verkehrsmittel erreichen können. Mit der jetzt vorgestellten Angebotsoffensive kommt Hamburg diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher. Die neuen Expressbusse sind ein schnelles Alternativangebot und mit den Quartiersbussen wird es gelingen, viele Menschen am Stadtrand besser zu erreichen. Je attraktiver der ÖPNV gestaltet wird, desto mehr Menschen steigen auch auf Bus und Bahn um und verzichten auf die Fahrt mit einem eigenen Auto. Damit wird die saubere Mobilität gestärkt, die die Straßen und das Klima entlastet sowie Verkehrs- und Pendlerströme bestmöglich berücksichtigt. Die gezielten Verbesserungen sind damit weit mehr als reine Investitionen in den ÖPNV.

Mehr Geld für Kursleitende der Volkshochschule

Die Kursleiterinnen und Kursleiter der Hamburger Volkshochschule können sich in diesem Jahr über eine ordentliche Erhöhung ihrer Honorare freuen. So steigen die Kurshonorare 2019 in zwei Stufen um insgesamt rund 4,5 Prozent an. Für jede 90minütige Kurseinheit bekommen die Kursleitenden so ab September 2019 ein Honorar von 57,24 Euro. 2020 werden die Honorare erneut um weitere drei Prozent auf dann 58,96 Euro angehoben. Insgesamt steigen die Honorare so allein 2019 und 2020 um 7,7 Prozent. Das haben die Behörde für Schule und Berufsbildung und die Volkshochschule jetzt vereinbart.

Seit 1995 waren die Honorare der rund 1.700 Kursleiterinnen und Kursleiter der Hamburger Volkshochschule (VHS) fast 20 Jahre lang eingefroren. Erst Schulsenator Ties Rabe hatte diesen Zustand 2014 beendet. Seitdem werden die Honorare jedes Jahr erhöht, angelehnt an die Tariferhöhungen im Weiterbildungsbereich. Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe: „Die rund 1.700 Kursleitungen sind Herz und Seele der Hamburger Volkshochschule. Sie prägen wesentlich die nun einhundertjährige größte allgemeine Weiterbildungseinrichtung der Stadt und tragen maßgeblich zum großen Erfolg der letzten Jahre bei. Nicht zuletzt deswegen sind die jetzigen Erhöhungen der Honorare richtig und notwendig. Es war ein großes Ärgernis, dass unter den Vorgängersenaten fast 20 Jahre lang von 1995 bis 2014 die Honorare eingefroren waren. Diesen unhaltbaren Zustand haben wir 2014 beendet und seitdem die Honorare in jedem Jahr kontinuierlich erhöht. Wir sind der Überzeugung, dass dieser jetzt vom Senat eingeschlagene Weg der kontinuierlichen Honoraranpassung sinnvoll ist und planen, diesen auch in den Folgejahren fortzusetzen.“

Im Vorgriff auf die Tariferhöhungen waren die Kurshonorare bereits zu Jahresbeginn um 1,5 Prozent erhöht worden. Aufgrund der hohen Tarifabschlüsse werden die Honorare jetzt in einem zweiten Schritt noch einmal um drei Prozent angehoben, so dass die Erhöhung in diesem Jahr insgesamt rund 4,5 Prozent beträgt. Entsprechend sollen die Honorare auch im nächsten Jahr noch einmal um weitere drei Prozent auf dann 58,94 Euro pro 90minütiger Kurseinheit angehoben werden. Darüber hinaus zahlt die Volkshochschule allen Kursleitenden, die nachweislich arbeitnehmerähnlich für sie tätig sind, auch künftig ein Urlaubsentgelt von 7,7 Prozent der jährlichen Honorarsumme.

Für den größten Teil der Kursleitenden ist die Arbeit in der Volkshochschule ein willkommener Zuverdienst: Rund 1.400 Kursleitende (78 Prozent) arbeiten in der Volkshochschule nur in geringfügigem Umfang und bekommen ein Honorar von weniger als 450 Euro pro Monat. Lediglich 96 Kursleitende (5,4 Prozent) hingegen erzielen ein Honorar von mehr als 1.460 Euro pro Monat.

Besonders die letzten vier Jahre haben gezeigt, dass die Volkshochschule gemeinsam mit ihren Kursleiterinnen und Kursleitern auch große Herausforderungen fachlich kompetent und flexibel bewältigen kann. So haben beispielsweise in der Folge des Zuzugs vieler Geflüchteter allein in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 25.000 Menschen in Hamburg Deutsch-Sprachkurse der Volkshochschule besucht. Für Kursleitende im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) wurden zudem die Honorare bereits 2016 angepasst. So erhält beispielsweise ein DaF-Kursleiter je nach Kursart zwischen 60 und 80 Euro für eine 90minütige Unterrichtseinheit.

Übrigens, inzwischen blickt die Volkshochschule auf 100 Jahre erfolgreiche Geschichte zurück. Grund genug, um gemeinsam mit den Kursleiterinnen und Kursleitern und allen Interessierten zu feiern. Deswegen startet am Samstag, den 22. Juni 2019, um 15.30 Uhr auf Kampnagel das VHStival, das große Kulturfest der Volkshochschule. Eintritt frei.

Tarifverträge müssen für alle gelten

Auf Antrag der SPD-Fraktion debattiert die Hamburgische Bürgerschaft heute in der Aktuellen Stunde das Thema „Gute Perspektive für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Hamburg unterstützt aktuelle Initiative für mehr Tarifbindungen.“ Gemeinsam mit drei weiteren Bundesländern setzt sich Hamburg im Bundesrat für die Stärkung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen ein. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Initiative ausdrücklich.

Einmal mehr geht Hamburg voran beim Thema ,Gute Arbeit‘. Nach dem Vorstoß beim Mindestlohn sowie bei Leiharbeit und Befristungen setzt sich die Hamburger SPD nun für mehr Allgemeinverbindlichkeit bei Tarifverträgen ein. Die Tarifflucht von Unternehmen und die Verweigerung von Tarifverhandlungen, wie sie aktuell bei Kaufhof, Karstadt-Sport und real, aber auch bei vielen Trägern in der Pflege stattfindet, ist ein Schlag gegen die Sozialpartnerschaft. Unternehmen verschaffen sich unfaire Wettbewerbsvorteile durch schlechtere Bezahlung und Arbeitsbedingungen auf dem Rücken ihrer Beschäftigten. Das muss aufhören: Das Tarifvertragsgesetz muss so geändert werden, dass die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zum Normalfall wird, anstatt die Ausnahme bleibt. Nur noch 45 Prozent der Hamburger Beschäftigten arbeiten in tariflich geregelten Arbeitsverhältnissen – das ist keine soziale Marktwirtschaft mehr. Die Tarifautonomie ist vor hundert Jahren zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften vereinbart und bei der Gründung der Bundesrepublik im Grundgesetz verankert worden. Diese demokratische Errungenschaft ist heute wieder bedroht. Es ist Zeit, für ihren Erhalt zu streiten. Die SPD ist dazu bereit.