Archiv der Kategorie: Allgemein

Mehr Fachkräfte im Pflegebereich: Maßnahmen zeigen Wirkung

Mit einer Großen Anfrage an den Senat haben die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen ein umfassendes Bild zur pflegerischen Versorgung in Hamburg eingeholt. Die Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung in der Pflege zeigen erste Wirkungen. So hat sich der Personalbestand in der Altenpflege zwischen 2015 und 2017 um 752 Stellen (stationär) und 319 Stellen (ambulant) erhöht. Die Zahl der Auszubildenden in diesem Bereich stieg in dieser Zeit um 162, die Zahl der Auszubildenden zur Gesundheits- und Pflegeassistenz stieg zwischen 2016 und 2019 um 202 (siehe Anlage). Neben der Steigerung der Ausbildungszahlen steht auch der Verbleib im Pflegeberuf für die kommenden Jahre im Fokus der Anstrengungen.

Gute Pflege für alle Hamburgerinnen und Hamburger ist ein zentrales Anliegen unserer Gesundheitspolitik. Die Antworten des Senats zeigen, dass Hamburg bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet hat, um vor allem dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen. Dazu gehören vor allem Anstrengungen bei der Ausbildung von Fachkräften sowie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ein wichtiges Element ist dabei die ,Hamburger Allianz für Pflege‘, die der Senat gegründet hat und der sich bereits zahlreiche Institutionen aus dem Gesundheitsbereich angeschlossen haben, um die Situation in der Pflege zu verbessern. Weitere Maßnahmen sind beispielsweise Pflegekräfte, die als Stadtteilbotschafter an Schulen über ihr Berufsbild informieren, und eine neue Imagekampagne, die im Sommer startet.

Die Zahl der Auszubildenden konnte in Hamburg schon durch die 2013 geschaffene Ausbildungsumlage deutlich gesteigert werden. Auch mit der ab 2020 bundesweit geltenden generalisierten Pflegeausbildung hat Hamburg bereits Erfahrungen. Das hilft bei der Umsetzung der neuen besseren Berufsausbildung in der Pflege. Die Ergebnisse der Großen Anfrage an den Senat zeigen deutlich, dass in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Verbesserungen erreicht werden konnten: Zwischen 2013 und 2018 stieg die Zahl der ausbildenden Betriebe in der Altenpflege um 39 Prozent und die Zahl der Auszubildenden um 66 Prozent. Die Zahlen zeigen zudem, dass sich der Senat auch massiv bei der Nachqualifizierung von Hilfs- und Assistenzkräften sowie bei der Förderung der dreijährigen Umschulung engagiert. Diese Mobilisierung kommt dem Pflegebereich schon heute zugute. Ab 2020 soll zudem die Zahl der Auszubildenden im Rahmen der neuen generalisierten Pflegeausbildung im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent erhöht werden. Das ist gut und wichtig, denn aufgrund des demografischen Wandels brauchen wir jede zusätzliche Fachkraft.

Alle diese Maßnahmen haben ein Ziel: Die Pflege als Arbeitsfeld attraktiver und zukunftsfähig zu gestalten. Krankenpflegerinnen und -pfleger tragen nicht nur eine hohe Verantwortung, sie erfüllen auch einen wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft. Die SPD wird weiter dafür arbeiten, dass im Gesundheitswesen die richtigen Weichen gestellt werden, damit für Pflegekräfte die Rahmenbedingungen stimmen und der Mensch im Mittelpunkt steht.

Öffnung der Schulsporthallen: Fit durch die Sommerferien

Zum Start des Pilotprojekts „Mitbenutzung von Schulsporthallen durch Sportvereine“ werden zahlreiche Sportangebote in den Hamburger Sommerferien angeboten. Erstmals stehen in allen Bezirken interessierten Sportvereinen die Türen für eigene Ferienangebote in insgesamt 14 Hallen offen. Zudem wird die mögliche Nutzungszeit bis Mitternacht ausgedehnt. Das Pilotprojekt wurde auf Initiative der Fraktionen von SPD und Grünen auf den Weg gebracht.

Mit der flächendeckenden Öffnung von Schulsporthallen in den Ferien und in den späten Abendstunden werden wichtige zusätzliche Ressourcen für den Sport in Hamburg zur Verfügung gestellt. 19 Sportvereine können so in 11 Sportarten, an 14 Standorten und auf 33 Hallenfeldern ein breites Angebot bieten. Allein in den Sommerferien werden über 1.600 zusätzliche Stunden für den Vereinssport frei. Das ist ein großer Gewinn für die Sportstadt Hamburg. Ich wünsche allen Hamburgerinnen und Hamburgern einen aktiven Sportsommer.

Angebotsoffensive erfolgreich: Hamburgs Kundenzentren überzeugen mit starkem Ergebnis

Die Hamburger Finanzbehörde hat die Ergebnisse der Kundenbefragung 2019 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 97 Prozent der befragten Hamburgerinnen und Hamburger mit der Arbeit der Kundenzentren zufrieden sind – 78 Prozent davon sogar „sehr zufrieden“. Dieser Wert lag 2009 lediglich bei 20 Prozent. Zudem bezeichneten 85 Prozent der Befragten die Lebensqualität in Hamburg als „sehr gut“ bis „eher gut“.

97 Prozent mit der Arbeit im Kundenzentrum zufriedene Hamburgerinnen und Hamburger sind ein herausragender Wert. Die Stadt Hamburg hat in den letzten Jahren unter anderem mit unserer Angebotsoffensive viele Verbesserungen gerade im Bereich der Öffnungs- und Wartezeiten sowie bei der Terminvereinbarung erreichen können. Die Befragung zeigt jetzt, dass diese Verbesserungen im Kundenzentrum sehr deutlich wahrgenommen werden und bei den Bürgerinnen und Bürgern auch ankommen. Der ausdrückliche Dank gilt allen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dank ihres engagierten Einsatzes ist die Situation in Hamburgs Kundenzentren heute deutlich besser als noch vor zehn Jahren.

Starke Familien für ein starkes Land! Wir erhöhen Leistungen für Familien und schaffen mehr Chancen für Kinder.

Ab dem 1. Juli 2019 treten drei familienpolitische Maßnahmen in Kraft, für die wir in der Koalition hart gekämpft haben. Mit der Erhöhung des Kindergeldes, der Neugestaltung des Kinderzuschlags und den neuen Leistungen für Bildung und Teilhabe werden den 8,2 Millionen Familien in unserem Land die Rücken gestärkt.
Die Familie ist das Rückgrat unserer Gesellschaft: Starke Familien halten zusammen, sie übernehmen Verantwortung füreinander, sie vermitteln ihren Kindern wichtige Werte und geben ihnen die Werkzeuge für eine erfolgreiche Zukunft.
Ausführlich zusammengefasst gibt es die wesentlichen Kernbotschaften der familienpolitischen Leistungen und die Infographiken zu den Verbesserungen für die Familien.

Eine Chance für Langzeitarbeitslose: Hamburgs neuer Sozialer Arbeitsmarkt

Die Hamburger Arbeitsmarktförderung des Jobcenters hat im Jahr 2019 rund 36 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Im Sozialausschuss hat der Senat über den Umsetzungsstand beim Neuen Sozialen Arbeitsmarkt in Hamburg berichtet. Allein über die neu eingeführten Förderungen nach §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsmarkt) konnten bis heute 329 Langezeitarbeitslose in Arbeit gebracht werden.

Die SPD in Hamburg hat lange dafür gestritten, dass es Angebote für Menschen geben muss, die trotz guter Konjunktur am Arbeitsmarkt nicht in Arbeit kommen. Gerade in Großstädten ist diese Gruppe immer noch zu groß. Mit den neuen gesetzlichen Instrumenten können diese Menschen in sozialversicherungspflichtige und sinnvolle Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Die häufig kritisierten Punkte wie etwa der Wettbewerbsneutralität entfallen. Wenn es eine Tarifbindung gibt, wird Tariflohn gezahlt. Auch das war besonders wichtig. Der neue soziale Arbeitsmarkt ist ein Gewinn für Hamburg. Die sozialen Projekte der Beschäftigungsträger in den Stadtteilen werden ergänzend von der Stadt allein in diesem Jahr mit 800.000 Euro unterstützt. Eine Förderung ist auch für das Jahr 2020 gesichert.

Hintergrund
Der neue Soziale Arbeitsmarkt basiert auf neuen gesetzlichen Förderinstrumenten für Langzeitarbeitslose im SGB II (§§16 (e) und 16(i)), auf die sich SPD und CDU/CSU im Koalitionsvertrag auf Bundesebene geeinigt hatten. Dafür sowie für weitere Maßnahmen stehen vier Milliarden Euro zur Verfügung. Das einschlägige Teilhabechancengesetz trat zum Jahresbeginn 2019 in Kraft. Die Hamburger Arbeitsmarktförderung des Jobcenters hat 2019 rund 17 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Allein über §16i SGB II sind mit 329 Plätzen bereits zur Jahreshälfte mehr als 50 Prozent der geplanten Förderungen realisiert. Das sind auch deutlich mehr als im Vorprogramm „Soziale Teilhabe“ (291). 70 weitere Anträge liegen bereits vor. 130 auf fünf Jahre geförderte Arbeitsverhältnisse für Langzeitarbeitslose sind auf diese Weise bei 48 privaten oder öffentlichen Unternehmen entstanden. Neun soziale Träger wurden ebenfalls berücksichtigt.

Weitere Informationen
https://www.team-arbeit-hamburg.de/site/teilhabe/

Sommercamps für Kinder und Jugendliche: Ferienwochen fördern Spaß an Technik

Hamburg, 25. Juni 2019 – In der ersten und letzten Woche der Hamburger Sommerferien erhalten Kinder und Jugendliche Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Luftfahrt, Erneuerbare Energien, Schleusenbau, Technomathematik und deren Berufe. Die Kosten für die Sommercamps betragen zwischen 30 und 60 Euro- unter www.faszination-fuer-technik.de können noch freie Plätze gebucht werden

Was erwartet die Jugendlichen in der ersten Woche der Hamburger Sommerferien?

Morgens und nachmittags steht eine Mischung aus Vorlesungen, Workshops und Unternehmensbesichtigungen auf dem Programm. Bei dem Sommercamp Fliegen bearbeiten die Jugendlichen an drei Tagen an der HAW Hamburg von 9 bis 16 Uhr unterschiedliche Themen wie Aerodynamik im Windkanal, Elektrotechnik in der Flugzeugkabine und starke Triebwerke für schnelle Flugzeuge. An den beiden anderen Tagen bekommen sie bei Airbus, Hamburg Airport, Heinkel Group und Lufthansa Technik einen praktischen Einblick in die Bereiche Flugzeugüberholung und -produktion. Sie sehen, welche unsichtbaren aber wichtigen Komponenten im Flugzeug verbaut werden, sehen Flugzeuge von innen, wenden 3D Druck an, werden von Auszubildenden begleitet, können in Lehrwerkstätten selber Hand anlegen und erfahren alles über umwelttechnische Berufe am Hamburg Airport auf einer Umwelttour. Der Freitagnachmittag steht dann ganz im Zeichen von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Das Sommercamp endet am Sonnabend und Sonntag mit einem Fliegerlehrgang beim Segelflug-Club Fischbek.

Bei dem Sommercamp Erneuerbare Energien bearbeiten die Jugendlichen an drei Tagen an der HAW Hamburg Themen wie Photovoltaik, Leistung und Energie von Wechselstromverbrauchern, wie Windenergie funktioniert und bekommen einen Einblick in den Energiecampus Hamburg Bergedorf. An den beiden anderen Tagen erhalten sie am Informationszentrum Energieberg und in den Unternehmen Shell, enercity Contracting und Vattenfall weitere Informationen, welche erneuerbaren Energieformen in Zukunft zur Verfügung stehen. Dazu besuchen sie das Kraftwerk Wedel und erfahren auf dem Energieberg etwas über Deponienachsorge, Klimawandel, erneuerbare Energien sowie Abfallwirtschaft und Recyclingmethoden. Weitere Punkte auf dem Programm sind Besichtigungen: der Energiezentrale Oberhafen mit einem Blockheizkraftwerk, der Erdgaskesselanlage, eines Pufferspeichers mit Wasserinhalt, einer Umspannstation für die Stromeinspeisung sowie einer Schornsteinanlage. Der Freitagnachmittag steht dann im Zeichen von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Bei dem Technomathematikcamp schauen sich die Jugendlichen an der TU Hamburg zum einen verschiedene Knobelaufgaben und Optimierungsprobleme aus einem mathematischen Blickwinkel an- und lösen sie. Zum anderen wird erklärt, was genau mathematische Funktionen sind, wo in der Welt sie angetroffen werden, und wie man diese auf Computern in Funktionsprogramme umsetzt und damit Weltteile simulieren kann.

Was erwartet die Kinder?

Beim Sommercamp Schleusenbau im Hafenmuseum Hamburg bauen die Kinder vom 29. Juli bis 2. August eine mindestens 10m lange Wasserstraße auf dem Außengelände des Hafenmuseums Hamburg. Dabei setzen sie Schleusen zur Regulierung des Wasserstandes ein und entdecken spielerisch deren Funktion. Zum Schluss wird die Wasserstraße bewässert und Waren mit selbstgebauten Binnenschiffen in den Hamburger Hafen befördert. Eine Barkassenfahrt durch den Hafen ist ebenso geplant wie der Besuch einer Schleuse oder das Treffen mit einem Schleusen-Experten.

Über den Faszination Technik Klub
Im Faszination Technik Klub werden Veranstaltungen rund um das Thema Technik für die Altersgruppen 8-12 und 13 plus von Unternehmen, Hochschulen, Verbänden, Behörden und Vereinen der Metropolregion Hamburg angeboten. Der Nachwuchs soll dort für Technik begeistert, ein Informationsportal zu technischen Themen geboten und Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten dargestellt werden.