Geplante Umbaumaßnahmen – Ein barrierefreies Rathaus für alle

Als das Rathaus Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, war Barrierefreiheit noch kein Thema. Künftig soll es einen Außenfahrstuhl geben, der geräumig genug für Rollstühle und Rollatoren ist. So können mobilitätseingeschränkte Menschen auch bis in die obersten Besucheretagen gelangen. Die Zuschauertribüne soll Rollstuhlplätze erhalten und auch die Toiletten werden entsprechend ausgebaut. Ende 2014 hatte die Bürgerschaft den barrierefreien Ausbau des Hamburger Rathauses beschlossen. Kern des Umbaus ist der Dielenfahrstuhl im Innenhof des Rathauses, der künftig alle Stockwerke auch für mobilitätseingeschränkte Menschen erreichbar macht. Weiterhin werden die Toiletten und der Infotresen barrierefrei umgebaut sowie der Sitzungsraum 151 für alle leichter zugänglich.

Kaum ein anderes deutsches Landesparlament bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern so umfassend Gelegenheit, das politische Geschehen hautnah mitzuerleben wie die Bürgerschaft. Aber gerade für Menschen mit Behinderungen war ein Besuch des Rathauses aufgrund der baulichen Gegebenheiten bislang nur sehr eingeschränkt möglich. Die Aufgabe, den Umbau unseres denkmalgeschützten, historischen Rathauses zu planen und Lösungen für dieses einmalige Gebäude zu entwickeln war schwierig, aber Menschen mit Behinderungen gehören in unsere Mitte und gemeinsam haben wir dafür Sorge zu tragen, dass Barrieren überwunden und abgebaut werden. Diesem Anspruch wird nun auch das Hamburger Rathaus mit den jetzt geplanten Umbaumaßnahmen gerecht.