Hamburg legt vor: Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe

Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, das Schulgeld für Auszubildende in Gesundheitsfachberufen abzuschaffen – bis heute aber noch keine Taten folgen lassen. Damit Auszubildende in Hamburg schon für das Schuljahr 2019/2020 Planungssicherheit haben, setzen sich Sozialdemokraten und Grüne im Rahmen eines gemeinsamen Antrags für eine Abschaffung des Schulgelds in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie ein.

Der Bildungsungerechtigkeit und dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen wird damit entschieden entgegentreten. Der Bund hat eine bundeseinheitliche Neuregelung für Gesundheitsberufe in Sachen Schulgeldfreiheit in Aussicht gestellt. Bundesminister Jens Spahn muss jetzt liefern und sich an die Arbeit machen. Zusätzlich prüft der Senat bereits die Möglichkeit von Verbünden aus privaten Schulen und Krankenhäusern, um die Schulgelder über die Krankenkassen finanzieren zu können. Doch die 1.143 Hamburger Auszubildenden für Ergotherapie, Logopädie oder Physiotherapie brauchen schon jetzt Planungssicherheit. Deswegen haben die Regierungsfraktionen beschlossen, dass für den Fall, dass bis zum 31. Mai keine andere Lösung gefunden wird, die Stadt Hamburg ab dem Schuljahr 2019/2020 das Schulgeld an den Privatschulen durch eine Landesförderung ersetzt. Eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung sowie exzellente Berufsbildung darf keine Frage des Geldes sein. Mit der Abschaffung des Schulgeldes schaffen wir die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Ausbildung.