Jugenderholungsheim Puan Klent: Stiftung nimmt Insolvenzantrag zurück

Die Stiftung Puan Klent war in eine finanzielle Schieflage geraten und hatte im Dezember 2017 Insolvenz angemeldet. In Zusammenarbeit mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder, einem unabhängigen Beratungsunternehmen und der Stadt Hamburg wurden nun Möglichkeiten gefunden, die Insolvenzeröffnung abzuwenden und den Betrieb des Erholungsheims sicherzustellen.
Die gute Nachricht: Puan Klent bleibt erhalten, alle gebuchten Reisen können stattfinden. Es wurde gemeinsam die Grundlage geschaffen, dass der Betrieb gesichert ist und die Stiftung nun die Zukunft gestalten kann.

Die Stiftung wird sich im Februar 2018 eine neue Organisationsstruktur geben, um den Betrieb zukunftsfähig zu gestalten. Unter anderem wird ein hauptamtlicher Vorstand für die Geschäftsführung mit alleiniger Vertretungsbefugnis eingesetzt werden, um den ehrenamtlich tätigen Vorstand im operativen Geschäft zu entlasten. Für eine Übergangszeit wird die Horst Bötcher GmbH, eine bundesweite Beratungsagentur für gemeinnützig betriebene Übernachtungshäuser, mit Aufgaben der Zukunftsgestaltung betraut. Hierfür wird der Geschäftsführer Horst Bötcher in den Vorstand der Stiftung Puan Klent entsendet.

Die Stadt Hamburg sowie einige Spender werden die benötigten finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 380.000 Euro bereitstellen. Der Insolvenzantrag konnte somit am gestrigen Mittwoch zurückgenommen werden. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration beteiligt sich mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro, 180.000 Euro kommen von großzügigen Spendern. Das bedeutet vor allem für die vielen Hamburger Schulklassen, die für die kommende Saison bereits Reisen gebucht hatten: Die geplanten Reisen können stattfinden.