Landeszentrale für politische Bildung und Mahnmal St. Nicolai zeigen Ausstellung zu einem bisher wenig bekannten Aspekt des NS-Terrors

Aus Anlass des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen wird erstmals in Hamburg die Ausstellung „Vertriebene 1939 …. Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins „Dritte Reich“ eingegliederten Gebieten“ gezeigt.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurden die westlichen Gebiete Polens nicht nur von Wehrmacht und SS besetzt und ausgeplündert, sondern zwangsweise und völkerrechtswidrig dem Staatsgebiet des „Dritten Reiches“ zugeschlagen. Der in diesen Gebieten lebenden polnischen Bevölkerung wurden ihre Häuser, Bauernhöfe, Unternehmen und ihr bewegliches Eigentum geraubt. Etwa 1,5 Millionen Polinnen und Polen wurden Opfer von Zwangsumsiedlungen in das südöstlich gelegene „Generalgouvernement“, von Inhaftierungen, Entrechtung und Ermordungen. Aus Anlass des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen haben die Landeszentrale für politische Bildung und das Mahnmal St. Nicolai die Initiative ergriffen, die Ausstellung über einen bisher wenig bekannten Aspekt des NS-Terrors in den westlichen Regionen Polens erstmals in Hamburg zu zeigen.

Die Ausstellung wird vom 30. August bis zum 29. September 2019 im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg, gezeigt. Geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.