Start des Kita-Prüfverfahrens

Gute Kita-Qualität leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und den Bildungschancen der Kinder. Die vom Senat beschlossene Einführung des Kita- Prüfverfahrens ist ein weiterer Baustein zur Verbesserung und Sicherung der Qualität in den Kitas. Ab dieser Woche werden bis Jahresende im Rahmen einer Testphase 20 Kitas geprüft, bevor das Verfahren im kommenden Jahr in den Regelbetrieb geht und sukzessive alle Einrichtungen prüft.

Um gute pädagogische Arbeit zu leisten, braucht es gut ausgebildetes und engagiertes Personal und ein stimmiges pädagogisches Konzept. Daneben sind auch die strukturellen Standards von entscheidender Bedeutung. Diese sind zwischen den Kita-Verbänden und der Sozialbehörde im Landesrahmenvertrag „Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen“ geregelt, der die Grundlage für die städtische Finanzierung darstellt. Die Vertragspartner haben sich gemeinsam auf die Kriterien und Methoden zur Prüfung verständigt. Die nun anlaufende Testphase dient dazu, die Prozessabläufe der Prüfung zu optimieren. Ab 2020 werden innerhalb von ungefähr fünf Jahren alle Hamburger Kitas geprüft werden.

Kindertagesbetreuung in Hamburg: In Hamburg besuchten zum Stichtag 31.03.2019 rund 80.000 Kinder eine der über 1.100 Kitas. Die fünfstündige Betreuung inklusive Mittagessen ist für Eltern kostenlos.

Zur Steigerung der Betreuungsqualität in den Hamburger Kitas wurde eine deutliche Verbesserung des Krippen-Fachkraftschlüssels gesetzlich verankert, die in jährlichen Schritten bis 2021 umgesetzt wird. Dann kommen vier betreute Kinder auf eine Fachkraft. Im Anschluss daran soll bis 2024 auch der Elementar-Fachkraftschlüssel auf 1:10 angehoben werden. Die Umsetzung dieser Verbesserung der Personalsituation und die Einhaltung weiteren Standards der Betreuung wird im Rahmen des Kita-Prüfverfahrens kontrolliert.